Stand: Juli 2026
Zusammenfassung: STRATO blockiert den ausgehenden SMTP-Port 25 bei bestimmten Server-Produkten (insbesondere im Bereich der Windows Root-Server) standardmäßig aus Sicherheitsgründen. Eine Freischaltung erfordert eine direkte Kontaktaufnahme mit dem Kundensupport sowie eine saubere Reverse-DNS-Konfiguration. Alternativ steht der Versand über Port 587 an Smarthosts zur Verfügung.
Wenn du auf einem Server bei STRATO einen eigenen Mailserver (wie Postfix oder Exchange) einrichtest, werden E-Mails an externe Empfänger standardmäßig oft nicht ausgeliefert. Der Grund hierfür liegt in einer netzwerkseitigen Sicherheitsvorkehrung zum Schutz vor ausgehendem Spam.
Produktbezogener Geltungsbereich und die offizielle Sperre
STRATO dokumentiert die Blockade für spezifische Serverlinien explizit in seinem FAQ-Bereich für Netzwerk-Firewalls. Die Richtlinie gilt produktbezogen und wird nicht als pauschale globale Sperre über alle Tarife hinweg ausgewiesen.
In der Dokumentation zu Windows Root-Servern erklärt STRATO unmissverständlich:
Aus Sicherheitsgründen ist der SMTP-Port 25 (ausgehend) gesperrt. Wenn Sie den SMTP-Port freischalten möchten, wenden Sie sich bitte an den Support.
Freischaltung über den Support beantragen
Um E-Mails direkt vom eigenen STRATO-Server (über Port 25 an externe MX-Server) zu versenden, musst du ein Ticket beim Kundensupport eröffnen oder den Support kontaktieren.
Dabei prüft STRATO vor der Freischaltung in der Regel, ob der Server für den professionellen E-Mail-Betrieb vorbereitet ist. Dazu gehört insbesondere die saubere Einrichtung eines gültigen Hostnamens und die Konfiguration eines passenden Reverse-DNS-Eintrags (PTR-Record) im STRATO Kunden-Login, damit E-Mails von externen Providern nicht sofort wegen unvollständiger DNS-Daten abgewiesen werden.
Ehrlicher Realitätscheck zur IP-Reputation
Auch wenn der Support den Port 25 für deinen Server freischaltet, stehst du vor den typischen Herausforderungen des Selbsthostings: der Reputation von Rechenzentrums-IPs. Da Server-Subnetze von Hosting-Anbietern in der Vergangenheit häufig für Spam-Kampagnen missbraucht wurden, pflegen große E-Mail-Dienste wie Gmail, Outlook.com oder Yahoo strenge Filterregeln für Server-IP-Pools.
Selbst bei korrekten SPF- und DKIM-Einträgen besteht das Risiko, dass Nachrichten von einer STRATO-Root- oder V-Server-IP in Spamlisten (z. B. Spamhaus oder UCEPROTECT) gelistet oder abgewiesen werden.
Die Alternative: Smarthost-Relay über Port 587
Um den Support-Antrag zu umgehen und von einer sauberen Zustellreputation zu profitieren, kannst du deinen Mail-Traffic über Port 587 (Submission) an einen spezialisierten Smarthost-Relay-Dienst weiterleiten. Port 587 dient der authentifizierten Einlieferung und wird nicht durch die Port-25-Sperre blockiert.
Ein Auszug aus der Postfix-Konfiguration /etc/postfix/main.cf für ein externes Smarthost-Relay sieht wie folgt aus:
relayhost = [smtp.provider.com]:587
smtp_sasl_auth_enable = yes
smtp_sasl_password_maps = hash:/etc/postfix/sasl_passwd
smtp_sasl_security_options = noanonymous
smtp_tls_security_level = encrypt
Oder zuverlässig über Dispatch versenden. Wenn du dich nicht mit Support-Tickets, Reverse-DNS-Pflege, IP-Reputationsproblemen und Relay-Konfigurationen herumschlagen möchtest, kannst du deine E-Mails auch schnell und abgesichert über Dispatch versenden.
Konfiguration prüfen
Sobald dein Versandweg konfiguriert ist, kannst du deine E-Mail-Authentifizierung (SPF, DKIM, DMARC) sowie deine Reverse-DNS-Auflösung mit dem kostenlosen MXAudit-Scanner überprüfen.
Weiterführende Links
- STRATO FAQ — Wie stelle ich die Netzwerk-Firewall bei meinem Windows Root Server ein? (abgerufen: 17. Juli 2026)
- STRATO FAQ — STRATO Server als Mailserver: Was kann ich tun, wenn meine E-Mails von anderen Providern abgelehnt werden? (abgerufen: 17. Juli 2026)